ifi-bs-fortbildung

Die Fortbildung hat zum Ziel, über Imaginationen berufsbezogene Probleme zu verbessern und ressourcen-mobilisierende Prozesse zu erarbeiten, um sie im beruflichen Umfeld nutzbar zu machen. Sie ist nicht als alleiniges Instrument für eine beratende oder therapeutische Tätigkeit gedacht, wohl aber als eine fundierte Ergänzung zu bereits erworbenen thera­peutischen oder beratenden Kompetenzen.

Die Dozentinnen und Dozenten unseres Institutes vermitteln einen fundierten Umgang mit Imaginationen. Wichtigste Bausteine der Fortbildung sind die Selbsterfahrung, Symbolik und der Transfer der Imagination im Dialog.

Die Fortbildung schließt mit einem Zertifikat „Begleiterin / Begleiter für Imagination".

Aufbau der Fortbildung

Die Fortbildung umfasst 9 Kurse an neun Wochenenden (Freitag - Sonntag) . Pro Jahr werden 3 Wochenenden angeboten.

Die Fortbildung ist aufgegliedert in drei Stufen (A, B und C) mit jeweils 3 Kursen (A1-A3; B1-B3; C1-C3). In den Stufenkursen werden anhand bestimmter (Grund-)Motive Theorievermittlung, Technik und Selbsterfahrung kombiniert. Aus didaktischen Gründen sollte die Reihenfolge der Stufen A, B oder C beibehalten werden. Innerhalb der Kurse ist die Reihenfolge (1-3) nicht zwingend, damit ein Einstieg in die Fortbildung jederzeit möglich ist. Der Kenntnisstand der Teilnehmer wird in den Kursen jeweils berücksichtigt. An einem Wochenende wird ein Kurs absolviert.  Es ist nicht erforderlich, alle drei Termine pro Jahr wahrzunehmen (keine feste Fortbildungsgruppe). Jeder der neun Kurse umfasst 16 Unterrichtseinheiten (UE).

Zu beginn des zweiten Jahres (vor dem B1-Kurs) erfolgt ein beratendes Reflexionsgespräch mit einem Dozenten, in dem über die bisherigen Erfahrungen mit der Methode und die Anwendungsmöglichkeiten von Imaginationen im jeweiligen Berufskontext gesprochen wird.

An den Fortbildungswochenenden ist Gelegenheit, mit Dozenten über eigene Anwendungsfälle zu sprechen (Supervision). Jeder Teilnehmer soll im Verlauf der Fortbildung mindestens drei eigene Fälle vorstellen, in der Regel im dritten Fortbildungsjahr. Im zweiten Fortbildungsjahr soll er als Zuhörer an mindestens zwei Supervisiongruppen teilnehmen.

Neben der Selbsterfahrung in den Kursen wird Einzelselbsterfahrung bei autorisierten Lehrtherapeuten empfohlen (10 - 15 Sitzungen).

Curriculum

Zu Beginn der Fortbildung findet ein Vorstellungsgespräch zum gegenseitigen Kennenlernen statt.

1. Fortbildungseinheit: Einführung in die katathyme Imaginationslehre (A1, A2, A3)

Theorie  der Symbolbildung und Nutzung von Imaginationen, Symbolverständnis,  Methode und Technik der Anleitung stiller Imaginationen, Malen der Bilder, Bildinterpretation.Theorie und Praxis von Basisdimensionen wie Entspannung und kreative Bildentwicklung.
Methodisch didaktisch: Arbeit in der Großgruppe, Kennenlernen der Grundstufen-Motive in Selbsterfahrung
Motiv dieser Stufe: Blume, Baum, Wiese, Bach, Berg, Haus, Hausbau

Reflexionsgespräch

2. Fortbildungseinheit: Ressourcen,  Schutz und Regeneration, Entwicklung (B1, B2, B3)

Theorie der Wirkdimensionen, Motivauswahl und Begleitung von Imaginationen im Dialog, Technik der Ich-stützenden und Ressourcen orientierten Begleitung.
Methodisch didaktisch: Arbeit in der Großgruppe und Übungen in der Kleingruppe
Mögliche Motive dieser Stufe: Wohlfühlort, Kraftquelle, Innerer Garten, Sicherer Ort, Tresor, Burg, Innere Helfer, Weg, Tor, Samenkorn, Fliegender Teppich

3. Fortbildungseinheit: Imagination und Beziehung (C1, C2, C3)

Vertiefung des Symbolverständnisses, Umgang mit Altersregression, Umgang mit Symbolgestalten, Transferarbeit, Handlungsimpulse und Entwicklungsprozesse erkennen und fördern lernen, Abgrenzung von Therapie und Beratung, kontextbezogener Einsatz von Imaginationen, Schwierigkeiten und Gefahren bei der Begleitung.
Methodisch didaktisch: Übungen in der Kleingruppe und in der Großgruppe
Passende Motive erarbeiten: z.B. Tierfamilie, Familie als Bäume, Begegnung mit einer Beziehungsperson, Spielerisches Kind, Teenager, Tier/Löwe, Ich-Ideal

4. Supervision

Teilnahme an mindestens 5 Supervisionsseminaren, Nachweis von drei supervidierten Fällen (auch regionale Supervisionsgruppe möglich).

Die Fortbildung wird mit einem Zertifikat „Begleiter für Imagination“ abgeschlossen.

Einzelselbsterfahrung: empfohlen

Außerdem werden für Absolventen der Fortbildung und Fortgeschrittene weiterführende Sonderkurse (S) zu speziellen Themen angeboten (Anrechnung als C3- Kurs möglich).

Voraussetzungen

Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist Voraussetzung für die Fortbildung (zugelassene Berufe siehe unter Zielgruppen).

Preise

Ein Kurs - Wochenende kostet 235 €. (Frühbucherrabatt 185 €, siehe Programm).

Die Gruppensupervision kostet 30 € pro Doppelstunde. (Frühbucherrabatt 25 €, siehe Programm)

Die Unterkunft kostet 161 € für Übernachtung und Vollpension in Einzelzimmern/Dusche/WC.

Die Aufenthaltspauschale für Personen, die nicht im Haus wohnen, beträgt 64 € und beinhaltet

  • das Abendbüfett am Freitag und Samstag
  • Mittagessen am Samstag und die Kaffeepausen

Das Anmeldeformular fordern Sie bitte in unserem Büro an.

Stand: September 2016

Termine

23. - 25.02.2018
13. - 15.04.2018
07. - 09.09.2018

 

 

Ablauf

Die Veranstaltungen beginnen immer am Freitag und enden am Sonntag, der Tagungsverlauf ist für alle drei Termine gleich.

Freitags vor dem Seminar ist Gelegenheit zur Supervision und zu Vorstellungsgesprächen und Theoretische Einführung für Neueinsteiger.
Freitags nach dem gemeinsamen Abendessen beginnt die Gruppenarbeit und geht bis Sonntag Mittag. Das Wochenendseminar besteht aus 16 Unterrichtseinheiten.

Tagungsort

Heimvolkshochschule Mariaspring e. V., Rauschenwasser 78, 37120 Bovenden-Eddigehausen
Tel. 05594/95060, E-MAIL: info@mariaspring.de

Die Ländliche Heimvolkshochschule liegt in landschaftlich reizvoller Lage in der Nähe von Göttingen.

 

 

Anfahrt zur Tagungsstätte

maria-spring-bovenden

ANREISE MIT DEM AUTO

Sie fahren auf der A7 bis zur Autobahnausfahrt Nörten-Hardenberg, dann rechts Richtung Duderstadt, die 2. Straße wieder rechts auf die neue Bundesstraße 3 in Richtung Göttingen. Sie nehmen die Abfahrt Reyershausen und im Kreisverkehr die 1. Ausfahrt Richtung Bovenden/Reyershausen. Im nächsten Kreisverkehr nehmen Sie die 2. Ausfahrt Richtung Eddigehausen/Reyershausen. Fahren Sie bis zur Fußgängerampel und biegen Sie danach gleich links ab (siehe Hinweisschild).

ANREISE MIT DEM ZUG

Sie fahren bis Bahnstation Göttingen. Vom ICE-Bahnhof Göttingen gibt es die Linienbusverbindung 185 vom Bussteig C (Info unter www.rbb-bus.de).

Mehr Infos zur Anfahrt:

Seite der Tagungsstätte

Literatur - Stand: 18.02.2015

Es gibt leider keine spezielle Literatur zu Imaginationen und deren Einsatz in psychosozialen Berufen. Aber in der Literatur zur KIP gibt es zahlreiche Anregungen zu den Ressourcen, den Grundmotiven und der Symbolik.

 

Kottje-Birnbacher, L.: Einführung in die Katathym-imaginative Psychotherapie. Imagination 4/2001

Leuner, H.: Lehrbuch der Katathym-imaginativen Psychotherapie. Huber, Bern, 3. korr. und erw. Auflage 1998.

Wilke, E.: Katathym-Imaginative Psychotherapie (KIP). Einführung in die Psychotherapie mit der Tagtraumtechnik. 6. neubearbeitete Auflage Thieme, Stuttgart/New York, 2004

 

Spezielle Themen:

Cottier, S.: Coaching: Führungsprozesse imaginativ begleiten. Imagination 3/2008

Franzen, G., Heimeshoff, R.: Kunsttherapie und KIP- Eine Standortbestimmung, Imagination 4/2012

Kottje-Birnbacher, L.: KIP in Beratung und Coaching. Imagination 1/2005

Kottje-Birnbacher, L., Maxeiner, V.: Katathym Imaginative Ansätze in Supervision und Coaching. In: Ullmann, H., Wilke, E.: Handbuch Katathym Imaginative Psychotherapie. Huber, Bern 2012, S. 426-449

Maxeiner, V.: Wie können Imaginationen und kreative Medien bei der Arbeit in präventiven und nachsorgenden Institutionen eingesetzt werden? Imagination 2/2002

Rosenberg, L.: Kraftquellen und Ressourcen in der KB Therapie. Imagination 2/1998

Sedlak, F.: Die Coping-Dimension: Die imaginative Förderung von Resilienz. Imagination 4/2011

Seithe-Blümer, A.: Die Bedeutung guter innerer Objekte für die Entwicklung und Therapie. In: Bürgi-Kraus, M., Kottje-Birnbacher, L., Reichmann, I., Wilke, E. (Hrsg.): Entwicklung in der Imagination – Imaginative Entwicklung. Pabst, Lengerich 2008, S. 97-108

Mitgliedschaft

Teilnehmer der Fortbildung können für 10 € Jahresbeitrag Mitglied werden. Über den LOGIN Service der Website können Informationen und Fachartikel abgerufen werden. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung können Vereinsinhalte mitgestaltet werden.
Mitgliedsantrag und Sepa-Lastschrift als PDF-Datei

Büro des IFI-BS

Telefon: 0551-46754
ifi-bs@t-online.de

Bürozeiten  Mo-Do 8.30 - 14.00

Mehr Infos